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AFR - Automatischer Fehlerreport
Funktionen des AMO
Fehler- und Hinweismeldungen
Querbeziehungen
Parameterbeschreibung
Mit dem AMO AFR können die drei Logical Device Units (LDU) Automatic Fault Report (FAMAFR1,2,3) administriert werden. Wenn in der vorliegenden AMO-Beschreibung von FAMAFR gesprochen wird, so gelten die jeweils beschriebenen Funktionen bzw. Prozeduren sinngemäss für FAMAFR1, FAMAFR2 und FAMAFR3.
Zusätzlich kann zum Testen des Verbindungsaufbaus und der gesamten Übertragungsstrecke eine hochpriore Störungsmeldung erzeugt werden und an jeweils ein FAMAFR abgeschickt werden.
Beim Ausschalten bleiben die gespeicherten Störungsmeldungen erhalten, es werden aber keine weiteren Störungsmeldungen mehr angenommen.
FAMAFR überträgt die im System auftretenden Störungsmeldungen zum Servicezentrum bzw. zu der jeweils angeschlossenen Fehleraufzeichnungseinrichtung;
dabei sind folgende Parameter einstellbar:
Parameterliste
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LDU (Verzweigungsparameter - für welches FAMAFR nachfolgendes gilt)
Auswahl eines FAMAFR, für welches die eingeleiteten Aktionen bzw. die nachfolgenden Parameter gelten.
Der Parameter LDU kann die Werte ’AFR1’, ’AFR2’ und ’AFR3’ annehmen.
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TYP (Auswahlparameter beim Ein- bzw. Ausschalten)
Mit diesem Parameter kann eingeben werden, ob eine Störungsübertragung (TYP=LDU) und/oder die Protokollierung von Störungsmeldungen am Betriebsterminal (TYP=PROT) ein- bzw. ausgeschaltet werden soll.
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PAR (Auswahlparameter beim Einrichten bzw. Ändern)
Mit diesem Parameter wird unterschieden, ob die nachfolgenden Parameter die Störungsübertragung (PAR=LDU) oder die Pärchentabelle (PAR=TAB) betreffen.
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LOEKZ (Auswahlparameter beim Loeschen)
Mit diesem Parameter wird unterschieden, ob die gesamte Pärchentabelle (LOEKZ=ALL) oder nur eine Zeile dieser Pärchentabelle (LOEKZ=LINE) gelöscht werden soll. Wenn es nur eine Zeile sein soll, so muß zusätzlich auch deren Zeilennummer (ZLNR=1 ... 99) angegeben werden.
Parameterliste für die Störungsübertragung (PAR=LDU)
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PRIOSCH (Prioritäten Schwellwert)
Jede Störungsmeldung ist mit einer Priorität versehen.
Der Parameter PRIOSCH definiert, ab welcher Priorität Störungsmeldungen sofort zu übertragen sind, bzw. bis zu welcher Priorität die Störungsmeldungen in der Hicom zu speichern sind.
Die höchste Priorität ist eins, die niedrigste acht (Flugsand).
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MAXANZ = Anzahl von hochprioren Störungsmeldungen, die innerhalb der Störungsanzahl-Überwachungszeit höchstens angenommen werden dürfen.
Beim Überschreiten des Störungsanzahlmaximums wird eine Lawinenstörmeldung erzeugt ‘F000 M5 FEHLERLAWINE HOCH PRIOR SIEHE AD AMO-AFR’, und an das jeweils angeschaltete Servicezentrum gesendet. Nach dem Absetzen der Lawinenstörmeldung wird FAMAFR ausgeschaltet.
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MAXANZL = Anzahl von niederprioren Störungsmeldungen, die innerhalb der Störungsanzahl-Überwachungszeit höchstens angenommen werden dürfen.
Bei Überschreitung -> Lawinenstörmeldung -> das betreffende FAMAFR wird eine Lawinenstörmeldung erzeugt ‘F000 M5 FEHLERLAWINE NIEDER PRIOR SIEHE AD AMO-AFR’, und an das jeweils angeschaltete Servicezentrum gesendet. Nach dem Absetzen der Lawinenstörmeldung wird FAMAFR ausgeschaltet.
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UEBERWZ (Störungsanzahl-Überwachungszeit)
Um das Servicezentrum nicht mit Störungsmeldungen zu überschwemmen, werden innerhalb der Störungsanzahl-Überwachungszeit höchstens eine bestimmte Anzahl von Störungsmeldungen zugelassen. Die Störungsanzahl-Überwachungszeit ist in Minuten (0 ... 99) einzugeben.
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VERABSCH (Verbindungsaufbau Schwellwert)
Ist jener Füllgrad des Fehlerspeichers, ab dem versucht wird, eine Verbindung zum jeweils angeschalteten Servicezentrum aufzubauen, um die in der Zwischenzeit aufgelaufenen niederprioren Störungsmeldungen zu übertragen. Als Schwellwertangabe ist 1% ... 90% möglich.
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STAZT (Übertragungsstartzeit)
Definiert jene Tageszeit (Stunden 0 ... 23, Minuten 0 ... 59), zu der die aufgelaufenen niederpioren Störungsmeldungen - unabhängig vom Füllgrad des Fehlerspeichers - zu übertragen sind.
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DISTANZ (Übertragungsdistanz)
Definiert die Anzahl der Tage (0 ... 99), nach dem die neuerlich aufgelaufenen niederprioren Störungsmeldungen zu übertragen sind.
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UEBWMAX (Übertragungswiederholungs-Maximum)
Maximale Anzahl der Folgeversuche (0 ... 9), den Fehlerspeicherinhalt zu übertragen, wenn die vorangegangene Übertragung nicht fehlerfrei durchgeführt werden konnte.
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ACTTIME (AKTIVIERUNGSZEIT NACH AUSSCHALTUNG DURCH LAWINE)
Definiert den Zeitraum im Minuten ( 0 .. 60) des automatischen Wiedereinschaltens nach dem automatisch erfolgten Ausschalten durch Meldungslawine.
Bei Einstellung von 0 min ist keine automatische Wiedereinschaltung aktiviert.
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MNEGCALL (Maximale Negative Verbindungsaufbauten)
Wenn der Wert dieses Parameters 0 ist, funktioniert AFR-Task ohne die erfolglosen Einwahlen zu zählen.
Wenn der Wert anders als 0 ist, zählt ein internen Zähler in AFR-Task die erfolglose Einwahlen an SC (SIRA, Manager). Wenn der Zähler den Wert von MNEGCALL erreicht, wird das Einwahlen asn SC für 12 Stunden blockiert. Ausserdem, wird in diesem Fall die folgende Hinweisemeldung angezeigt:
F6524 E8 N0103 NO ACT A1 SM-AM MAINTENANCE
06-03-24 11:15:59
ALARM CLASS: CENTRAL: 029
FORMAT: 33
WARNING BY AFR TASK: MAXIMUM OF UNSUCCESSFULLY DIAL UP IS REACHED
SENDING TO SC IS BLOCKED FOR 12 HOURS (AFR2)
Parameterliste für die Pärchentabelle (PAR=TAB)
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FNUM (F-Nummer eines Störungsbeginnes)
Unter FNUM wird eine Fehlernummer (5-stellig, alphanumerisch) eingetragen.
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FACTION (Aktion eines Störungsbeginnes)
In FACTION wird auf die genauere Ursache der Störung hingewiesen. Zusammen mit FNUM charakterisiert sie den Beginn einer Störung.
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GNUM (F-Nummer eines Störungsendes)
Unter GNUM wird die Fehlernummer (5-stellig, alphanumerisch) der Störungsende-Meldung eingetragen.
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GACTION (Aktion eines Störungsendes)
In GACTION wird die Ursache der zu Ende gegangenen Störung eingetragen. Zusammen mit GNUM charakterisiert sie das Ende einer Störung.
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ANZ (Anzahl der zu vergleichenden Folgezeilen)
Dieser Parameter gibt die Anzahl der Folgezeilen (0 ... 5) mit Baugruppeninformationen an, die für den Vergleich zwischen Störungsbeginn und Störungsende-Meldung maßgebend sind.
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UEBERWZ (Störungslänge-Überwachungszeit)
Eine Störungsmeldung für Störungsbeginn wird für mindestens diese Zeit im Fehlerspeicher behalten, bevor sie übertragen wird. Kommt vor Übertragung des Störungsbeginnes die Meldung über das Ende dieser Störung (Vergleich über F-Nummer, Aktion und Folgezeilen), so wird dieses Pärchen gelöscht.
Nach Ablauf der Überwachungszeit wird die Störungsmeldung entsprechend ihrer Priorität übertragen.
Die Störungslänge-Überwachungszeit ist in Minuten (0 ... 99) einzugeben.
Alleinstehende Störungsende-Meldungen werden ebenfalls nach Priorität übertragen.
OpenScape 4000 V10, Band 1: AMO Beschreibungen, Servicedokumentation, Ausgabe 12
, ID:
P31003H31A0S107120020
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