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LANC - LAN Configuration
Mit dem AMO LANC können die baugruppenspezifischen Konfigurierungsdaten für die LAN Kommunikation über das ISDN Netz oder mit dem Atlantic LAN zum ADP einer WAML- Baugruppe administriert werden. Neben dem Administrieren dient der AMO LANC auch zum Auslesen der MAC-Adressen der WAML-Baugruppe und zum Anstoß des Laden der Daten auf die Baugruppe. In einem System können maximal 4 WAML-Baugruppen eingerichtet werden.
Folgende Tabellen werden bearbeitet:
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Globale Parameter Tabelle
Für jede WAML-Baugruppe sind hier alle allgemein gültigen Eigenschaften und Grenzwerte enthalten. Die Anzahl der b-Kanäle des WAML-Satzes wird mit AMO
TDCSU
administriert!
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Tabelle der Netzschnittstellen
Diese Tabelle beschreibt die 4 Netzschnittstellen der WAML-Baugruppe. Für jede Schnittstelle ist ein Eintrag vorgesehen. Die Netzmaske beschreibt das an der Schnittstelle ange-schlossene Netz. Die Auswahl der Schnittstelle erfolgt über ihren festgelegten Namen (siehe Parameter NETNAME).
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IP-Routing Tabelle
Diese Tabelle enthält Routing Informationen für die Ziel-IP-Adresse des Datenpaketes. Auf-grund des Eintrages wird der nächste im Netz benötigte Router festgestellt. Es können Ein-träge für ein ganzes Netz, wie auch für einzelne Hosts vorgenommen werden. Sie ist IP-Adressen orientiert und es können bis zu 200 unterschiedliche Einträge angelegt werden.
Mit Hilfe eines Eintrags mit der “wild card Adresse” 0.0.0.0 kann die WAML die in ihrer IP-Routing Tabelle nicht enthaltenen IP-Adressen automatisch zu einem Default-Router weiterleiten. Siehe
Abschnitt auf Seite 1391
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ISDN-Gegenstellen Tabelle
Diese Tabelle ordnet der Ziel-IP-Adresse einer ISDN-Gegenstelle (WAML) im Netz die möglichen Rufnummern und Eigenschaften zu. Dabei gilt, daß die Verwendbarkeit bei einer Rufnummer angegeben werden muß. Weiters ist zu beachten, daß grundsätzlich jene Rufnummer für einen callback verwendet wird, bei der der Wert ’OUT’ im Parameter INOUTCHx angegeben wurde. Sie ist IP-Adressen orientiert und es können bis zu 200 unterschiedliche Einträge angelegt werden.
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Firewall IP-Adresstabelle
Diese Tabelle enthält IP-Adressen von Hosts an externen Servern und deren Netzzugangsberechtigungen. Aufgrund der eingetragenen Berechtigungen wird für jedes Datenpaket geprüft, ob Ursprungs-IP-Adresse und Ziel-IP-Adresse kommunizieren dürfen. Sie ist IP-Adressen orientiert und es können bis zu 305 unterschiedliche Einträge angelegt werden.
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Firewall MAC-Adresstabelle
Diese Tabelle enthält die Zuordnung von MAC-Adresse zu IP-Adresse von Hosts an exter-nen Servern. Nur für Datenpakete vom externen LAN wird die Zuordnung Ursprungs-IP-Adresse zu MAC-Adresse geprüft. Sie ist IP-Adressen orientiert und es können bis zu 100 unterschiedliche Einträge angelegt werden. Sind zwischen der WAML2 und dem externen Server noch Router zwischengeschaltet, so ist als Ursprungs-MAC-Adresse die MAC-Adresse des letzten Routers in die Firewall MAC-Adresstabelle einzutragen.
Bei der MAC-Adresse handelt es sich um eine weltweit eindeutige Hardwareadresse der Ethernet-Schnittstelle, die auf jeder LAN-Baugruppe bei der Produktion fest eincodiert wird. Mit dem Verb ABFRAGEN können die MAC-Adressen der WAML ermittelt werden.
Mit der Grundinitialisierung der Tabellen ist die WAML-Baugruppe nicht betriebsbereit.
Kriterien, ob eine Datenübertragung durchgeführt wird, sind die Ursprungs-IP-Adresse wie auch die Ziel-IP-Adresse eines Datenpaketes und beim ISDN-Zugang auch die Rufnummer. Die Firewall-Funktion auf der WAML-Baugruppe ist ein Schutzmechanismus, um die Übertra-gung von Datenpaketen unberechtigter Teilnehmer zu verhindern. Dazu werden die Einträge in der Firewall IP-Adresstabelle, Firewall MAC-Adresstabelle und ISDN-Gegenstellen Tabelle herangezogen. Die Firewall Prüfungen und die WAML Netzschnittstellen werden in der Globalen Parameter Tabelle eingeschaltet.
Am externen LAN kann gleichzeitig nur eine LAN-Schnittstelle betrieben werden. Die Einstel-lung der gewünschten LAN-HW-Schnittstelle wird in der Globalen Parameter Tabelle durchgeführt.
Die WAML unterstüzt 2 Routingsarten hinsichtlich des Atlantic LAN’s, die in der Globalen Parameter Tabelle eingestellt werden. Standardmäßig muß die Atlantic LAN Schnittstelle nicht eingerichtet werden. Beim Zugang über das externe LAN zum ADP wird der ADP mit der IP-Adresse der externen LAN Schnittstelle adressiert, beim Zugang über ISDN mit der IP-Adresse der ISDN Schnittstelle.
Der AMO LANC ist nicht in der Lage, die eingerichteten Tabellen mit der Topologie eines vor-handenen Netzes (z.B. IP-Adressen) auf Konsistenz zu prüfen.
Wird mehr als eine WAML-Baugruppe in einem System eingerichtet, sind die folgenden Punkte zu beachten:
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die Atlantic LAN Schnittstelle kann nur auf einer WAML eingerichtet werden
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die IP-Adressen für die Netzschnittstellen EXTLAN1, ISDN1 und ISDN2 müssen innerhalb einem System eindeutig sein
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eine WAML-Rufnummer (Parameter RNR) kann nur einmal eingerichtet werden
Im Rahmen des Leistungsmerkmals IPDA (IP Distributed Architecture) können WAML Baugruppen in den Access Points (AP) im LTU-Bereich von 17 bis 99 eingerichtet werden (mit AMO
UCSU
und BCSU). Der der LTU zugeordnete Source Group Index (SRCGRP) wird beim Abfragen der WAML Daten im Header mit ausgegeben.
Weitere Details, sowie andere WAML spezifische Konfigurierungsbeispiele siehe Anwendungsfall LAN Connectivity.
OpenScape 4000 V10, Band 1: AMO Beschreibungen, Servicedokumentation, Ausgabe 12
, ID:
P31003H31A0S107120020
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