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ACDGP - ACD Gruppen verwalten
Querbeziehungen
Parameterbeschreibung
Funktionen des AMO
Fehler- und Hinweismeldungen
Mit Hilfe von AMO ACDGP (
Automatic Call Distribution Groups) lassen sich statische Daten für automatische Anrufverteilungsgruppen (ACD-Gruppen) EINRICHTEN und gruppenbezogene Daten bei Bedarf AENDERN, LOESCHEN, ABFRAGEN oder REGENERIEREN.
Eine ACD-Gruppe wird durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:
NORMAL Gruppen:
•
Suchverfahren nach verfügbaren Agenten
•
den für die Gruppe zuständigen Supervisor
•
Schwellwerte der verschiedenen LED-Zustände für wartende Anrufe
•
Hauptgruppe des zugehörigen Supervisor
PhoneMail (PM) Gruppen:
•
Service Access Number (PMSAN)
Folgende Suchverfahren sind verfügbar:
–
LIN (Linear)
Beim LIN-Verfahren erfolgt die Suche nach dem ersten verfügbaren Agent linear, wobei grundsätzlich mit dem ersten Agent der Gruppe begonnen wird.
–
ZIRK (Zirkulierendes verfahren)
Das ZIRK-Verfahren beginnt mit der Position, die unmittelbar auf den letzten verfügbaren Agent folgt, und setzt die Listensuche im Schleifenmodus Position für Position fort, bis ein verfügbarer Agent gefunden wird.
–
FIFO (First In / First Out)
Das FIFO-Verfahren wählt den Agent, der am längsten verfügbar ist – unabhängig von der Position dieses Agentes in der ACD-Gruppe.
Jede normale ACD-Gruppe muß einem Supervisor zugeordnet werden. Standardmäßig wird die erste zugewiesene Gruppe als Hauptgruppe für diesen Supervisor vereinbart. Werden demselben Supervisor zu einem späteren Zeitpunkt weitere Gruppen zugewiesen, kann bei Bedarf eine andere Gruppe als Hauptgruppe vereinbart werden, indem für den Parameter PRIMAER der Wert JA eingetragen wird. Für jeden Supervisor mit mindestens einer Gruppe darf nur genau eine Hauptgruppe existieren.
Die LED-Zustände der Anzeige für wartende Rufe signalisieren den Agenten der ACD-Gruppe, daß die Anzahl der Rufe in der Warteschlange der betreffenden Gruppe einen bestimmten Schwellwert erreicht hat.
Es können 3 Schwellwerte definiert werden.
–
Erster Schwellwert (Parameter LEDEIN):
Die LED bleibt so lange ausgeschaltet, bis die Anzahl der Anrufe den ersten Schwellwert erreicht hat. Wird der Wert von LEDEIN erreicht, beginnt die LED ohne Unterbrechung zu leuchten.
–
Zweiter Schwellwert (Parameter LEDLANG):
Steigt die Anzahl der wartenden Anrufe weiter auf den Wert von LEDLANG, dann beginnt die LED mit langer Pause zu blinken.
–
Dritter Schwellwert (Parameter LEDKURZ):
Wird der letzte Schwellwert erreicht, dann ändert die LED ihre Blinkfrequenz. Sie blinkt mit kurzer Pause.
Sinkt die Anzahl der Anrufe unter den vereinbarten LED-Wert, reagiert die LED entsprechend.
Die Werte für diese Parameter müssen wie folgt eingerichtet werden:
LEDEIN<LEDLANG<LEDKURZ.
Die Anzahl der Agenten einer ACD-Gruppe wird über den AMO
AGENT
verwaltet. Die maximale Anzahl Agenten pro Gruppe ist auf 400 begrenzt.
Bei einer Änderung des Suchverfahrens von ZIRK oder LIN zu FIFO (oder umgekehrt) müssen alle Agenten vor diesem Wechsel durch den AMO abgemeldet werden. Die Agenten dürfen erst wieder angemeldet werden, wenn der Wechsel erfolgt ist. Mit "AUTOLOGON" markierte Agenten werden im Anschluß an den Wechsel automatisch per AMO angemeldet.
Jede ACD PM Gruppe ist mit einer Service Access Number verbunden.
OpenScape 4000 V11, Band 1: AMO Beschreibungen, Servicedokumentation, Ausgabe 2
, ID:
P31003H31B0S107027620
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11/2025
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