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PATCH - Verwaltung und Aktivierung
Standard Patche
Querbeziehung
Parameterbeschreibung
Funktionen des AMO
Fehler- und Hinweismeldungen
Mit Hilfe des AMO PATCH können Patch-Files (PF), die auf der Hard Disk (HD) stehen, in einen Patch-Katalog aufgenommen und verwaltet werden. Patch-Files und Patch-Katalog befinden sich im :PDS: Bereich der HD.
Weiter kann man mit dem AMO PATCH bereits katalogisierte PFs und ihre Katalogeinträge löschen und Informationen über Patches in Protokollform ausgeben.
Bei eingerichteten Patchen kann das Gruppenkennzeichen geändert werden.
Ein im Patch-Katalog auf Hard Disk katalogisiertes Patch File kann aktiviert bzw. deaktiviert werden. Die Aufnahme in den Patch-Katalog kann gleichzeitig mit der Aktivierung erfolgen.
Die Patche können nach dem MegaPatch- oder Einzelpatchverfahren aktiviert und deaktiviertwerden. Das Megapatchverfahren ermöglicht das Aktivieren und Deaktivieren mehrerer Patche in einer wesentlich kürzeren Zeit.
Gepatcht werden können:
•
Residente Subsysteme an zentralen Rechnern: Eine (De-)Aktivierung auf Hard Disk (in der PGLIB) und im Arbeitsspeicher ist möglich.
Es gibt drei Aktivierungsmöglichkeiten:
•
Nur im Arbeitsspeicher
•
Im Arbeitsspeicher und auf Hard Disk (in der PGLIB)
•
Nur auf Hard Disk (in der PGLIB)
Eine Aktivierung nur auf Hard Disk ist auch für nicht geladene Subsysteme möglich.
Die (De-)Aktivierung eines Patches kann gesichert (PRUEF = J) oder ungesichert (PRUEF = N) erfolgen, wobei entsprechend dem angegebenen PRUEF-Parameter folgende Prüfungen durchgeführt werden:
Tabelle 15
Prüfungen bei der Patch-Aktivierung
Aktivierung
Konsistenzprüfung
Adreßprüfung
gesichert
(
PRUEF = JA
)
Ja
Ja
ungesichert
(
PRUEF = NEIN
)
Nein
Ja
Funktionen der verschiedenen Prüfungen:
•
Konsistenzprüfung:
Die im PF angegebene APS- und Subsystem-Ausprägung (Name/Version/Korr.-Version) wird bei gültigem Phasenheadereintrag gegen die Daten aus dem Susy-(Phasen-)Header geprüft. Bei Prüfung gegen den Phasenheader darf die KV aus dem Pf Header kleiner/gleich Dummy-KV bzw. größer/gleich der Source-KV sein.
•
Adreßprüfung:
Es wird geprüft, ob alle im PF angegebenen Patch-Adressen in den dazugehörigen Subsystemen liegen. Diese Prüfung wird nur beim (De-)Aktivieren durchgefürt.
Ein wesentliches Leistungsmerkmal der Patch-Technik ist, daß die Möglichkeit besteht, eine Anlage jederzeit in ihren ursprünglichen Zustand (wie er vor der Ausführung von Patch-Aktionen bestand) zurückführen zu können. Dazu steht die Deaktivierungsfunktion zur Verfügung. Im Rahmen dieser Funktion werden die im PF abgelegten "alten Daten" wieder in die Anlagen-Software eingebracht. Diese "alten Daten" müssen daher im PF immer verfügbar sein, d.h. sie werden entweder im Patch mitgeliefert oder automatisch vor der Patch-Aktivierung aus der Anlagen-Software ausgelesen und im PF gesichert.
Tabelle 16
Konzept der Datensicherung bei der Patch-Aktivierung
Alte Daten
nicht vorhanden
vorhanden
Prüfparameter
nicht ausgewertet
Nein
JA
Aktion
Datensicherung
Datensicherung
-
Bei der (De-)Aktivierung im RAM von Patches für residente Subsysteme an zentralen Rechnern wird immer die Checksum in der JOTA korrigiert. Weiter wird für jeden Patch der Aktivierungszustand in den Patch-Katalog eingetragen.
Optionale Patche:
Optional Patche sind Patche, die im Feld ACTIVATION des Headers eine Zahl enthalten.
Beim Aktivieren und Deaktivieren von optionalen Patchen wird das Activation Flag in der DB
gesetzt bzw. gelöscht (erfolgte bisher mit AMO PSA bzw. AMO PSS).
Eigenarten optionaler Patche:
•
Ein Einrichten, Löschen und Ändern von optionalen Patchen wird abgewiesen.
•
Ein Ziel kann nicht gewählt werden. Optionale Patche werden immer auf der HD und in allen Zielprozessoren eingeschaltet.
•
Die Gruppenkennzeichen können nicht frei gewählt werden. Das Gruppenkennzeichen
wird automatisch aus dem Wert des Activation Flags im Feld ACTIVATION des Patchheaders generiert ( z.B. D0017 fuer das Activation Flag 17 im ADP ).
•
Der Parameter PRUEF kann bei optionalen Patchen nicht angegeben werden. Die
(De-) Aktivierung erfolgt bei optionalen Patchen immer gesichert mit allen Prüfungen.
•
Die optionalen Patche werden in das gesonderte Directory :PDS:OPT/ eingebracht.
Beim Einschalten und Auschalten verbleibt eine Kopie des optionalen Patsches in diesem
Directory.
•
Optionale Patche werden implizit mit EINS-PATCH:OPT eingerichtet.
•
Optionale Patche werden implizit mit AUSS-PATCH:OPTgelöscht.
Struktur eines PFs im E-File Format
/***SOH2*************************************************************<
PATCH#
MRCAT#
TR#
DATE
AUTHOR
RESPONSIBLE
CONTACT
PROCESSOR
APS-NAME
SUBSYSTEM
SRC-MODULE
SRC-PROCEDURE
PATCH AREA SUSY
CODE AREA (B,E)
DATE AREA (B,E)
BASIC PATCH
ACTIVATION
RELATED PATCHES
ERROR DESCRIPT.
ERROR DESCRIPT.
ERROR DESCRIPT.
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
xxxxxx.xxx<
xxxxxx<
xxxxxxxx<
xx.xx.xx<
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxx<
xxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxx<
xxxx
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<
****EOH*************************************************************/<
PRO PATCH:
BYTE 0xxxx:0xxxx LENGTH 0xxxx
/* ALTE DATEN
= "durch Blanks reservierter Bereich für alte Daten"
*/
/* NEUE DATEN
=*/
BYTE 0xxxx:0xxxx = 0xx,0xx,0xx,0xx,0xx,0xx,0xx,.......
Einschränkungen und Hinweise:
•
Es werden nur Patches im E-File Format unterstützt
•
Patch nur in zentrale Subsysteme im OMF286
•
Keine Datengegenprüfung
•
Unterbrochene (De-)Aktivierungsvorgänge werden nicht erfaßt
OpenScape 4000 V11, Band 1: AMO Beschreibungen, Servicedokumentation, Ausgabe 2
, ID:
P31003H31B0S107027620
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11/2025
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