149.2.4
EINSCHALTEN-PATCH
Einschalten einzelner Patches (TYP = PATCH)
Es werden die angegebenen Patches aktiviert. Sind keine Patches angegeben so werden alle unter :PDS:PATCHINPUT/ abgelegten PFs aufgenommen und aktiviert.
Der Parameter ZIEL gibt an, wo der Patch aktiviert wird:
•
Im Arbeitsspeicher: RAM (alle möglichen Prozessoren), oder gezielt (z.B. A1)
•
Im Arbeitsspeicher und auf HD bei residenten Subsystemen (z.B. HD und BPA)
•
Nur auf HD.
Wird der Parameter ZIEL nicht angegeben, dann wird der Patch auf HD und in allen Prozessoren, in denen das zu patchende Subsystem geladen ist, aktiviert. Wenn der Patch in einem bestimmten Prozessor aktiviert werden soll, muß dieser als ZIEL angegeben werden.
Der Parameter PRUEF ermöglicht ein "hartes" Aktivieren (ohne Konsistenzprüfung).
Die Aktivierung auf HD erfolgt gesichert über eine Patch-Sequenz (ähnlich wie ROLL_OUT) mittels PBO-Aufrufen. Es wird immer in den nicht aktuellen Stand eines Subsystems gepatcht. Anschließend werden aktueller und nicht aktueller Stand (ABS / RES) durch Änderung in der TAB vertauscht. Mit dem Schließen der Patch-Sequenz wird die TAB zurückgeschrieben womit der Patch aktiv ist. Bei Subsystemen ohne Reservestand (ABS_ONLY) wird automatisch ein "RES-Stand" angelegt. Beim Schließen der Patch-Sequenz wird in diesem Fall der nicht mehr aktuelle Subsystemstand gelöscht. Es gibt somit in der TAB auch den Zustand RES_ONLY. Tritt bei der HD-Aktivierung ein Fehler auf, dann wird die Patch-Sequenz automatisch gelöscht (kein Umschalten der TAB). Die Konsistenz der PGLIB bleibt daher auch im Fehlerfall, bei der HD-Aktivierung erhalten.
Die Angabe des Parameters GRUKZ ist nur beim Aufnehmen von Patches sinnvoll. In allen anderen Fällen wird dieser PARAMETER nicht ausgewertet.
Einschalten aller Patches einer Gruppe (TYP = GRU)
Es werden alle Patches mit dem angegebenen Gruppenkennzeichen aktiviert. Die Patches müssen mit diesem Gruppenkennzeichen schon eingerichtet sein. Es können bis zu 16 verschiedene Gruppenkennzeichen in einem Einschaltekommando angegeben werden.
Hinweis:
Der Aktivierungszustand wird nicht berücksichtigt. Ein Patch wird ein weiteres mal eingeschaltet, auch wenn er schon eingeschaltet ist.
Einschalten von Patchen mit MegaPatch
Die Patche können einzeln (jeder für sich) oder paketweise (MegaPatch) eingeschaltet werden. Die Art der Aktivierung wird durch den Parameter AKTKZ angegeben. Der Default-Wert liegt auf MEGA. Das Einschalten mit MegaPatch wird bei mehreren Patchen angewendet. Vorteilhaft wirkt sich das Einschalten mit MegaPatch aus, wenn die Patche das gleiche Subsystem (oder nur wenige Subsysteme) betreffen. Beim MegaPatch-Einschaltevorgang werden alle Patche, die das gleiche Subsystem betreffen zusammengefaßt und auf einmal aktiviert (Subsystem wird nur einmal kopiert). Anschließend erfolgt die Aktivierung der Patche des nächsten Subsystems. Beim Einschalten vieler Patche kann eine wesentliche Zeitersparnis erzielt werden.
Beim Einzelpatch-Einschaltevorgang werden Patch für Patch nacheinander eingeschalten.
Einschalten optionaler Patche
•
Die optionalen Patche werden in das gesonderte Verzeichnis :PDS:OPT/ eingebracht.
Beim Einschalten verbleibt eine Kopie des optionalen Patsches in diesem
Verzeichnis.
•
Beim Einschalten von optionalen Patchen wird das Activation Flag in der DB gesetzt (erfolgte bisher mit AMO PSA bzw. AMO PSS).
•
Die zum Activation Flag gehörenden Patche werden implizit eingerichtet. Ein explizites
Einrichten mit EINR-PATCH eines optionalen Patches wird abgewiesen.
•
Ein Ziel kann nicht gewählt werden. Optionale Patche werden immer auf der HD und in allen möglichen Zielprozessoren eingeschaltet.
•
Die Gruppenkennzeichen können nicht frei gewählt werden. Das Gruppenkennzeichen
wird automatisch aus dem Wert des Activation Flags im Feld ACTIVATION des Patchheaders generiert ( z.B. D0017 fuer das Activation Flag 17 im ADP ).
•
Der Parameter PRUEF kann bei optionalen Patchen nicht angegeben werden. Die Aktivierung erfolgt bei optionalen Patchen immer gesichert mit allen Prüfungen.
Prozedurübersicht
Kommandocode
Parameter
EINSCHALTEN-PATCH
TYP=PATCH,[PATNR=<string>],[ZIEL=<param>]
,[PRUEF=<param>],[GRUKZ=<string>],[AKTKZ=<param>];
|TYP=GRU,GRUKZ=<string>,[ZIEL=<param>]
,[PRUEF=<param>],[AKTKZ=<param>];
|TYP=OPT,APSKZ=<param>,ACTFLAG=<number>;
Beispiele
Eingabe:
EINSCHALTEN-PATCH:PATCH,,,,TS15KV07;
Hinweis:
Alle Patches aus dem INPUT-Bereich werden mit der Gruppenbezeichnung TS15KV07 aufgenommen und auf HD, sowie allen möglichen Prozessoren, aktiviert.
Eingabe:
EINSCHALTEN-PATCH:PATCH,DERPATCH,A1,N;
Bei diesem Beispiel erfolgt ungeprüfte Aktivierung im Prozessor A1.
Eingabe:
EINSCHALTEN-PATCH:PATCH,PS30001,HD&BPA;
Bei diesem Beispiel erfolgt die Aktivierung auf HD und BPA.
Eingabe:
EINSCHALTEN-PATCH:PATCH,D60001,RAM;
Bei diesem Beispiel erfolgt die Aktivierung in allen möglichen Prozessoren (nicht auf HD).
Eingabe:
EINSCHALTEN-PATCH:GRU,KV15TS07;
Bei diesem Beispiel erfolgt die Aktivierung aller Patches mit der Gruppenbezeichnung KV15TS07.
EINSCHALTEN-PATCH:GRU,KV15TS06&KV15TS07;
Bei diesem Beispiel erfolgt die Aktivierung aller Patches der Gruppen KV15TS06 und KV15TS07.
EINSCHALTEN-PATCH:PATCH,D60001&D60002&D60005,,,,EINZELN;
Bei diesem Beispiel erfolgt die Aktivierung der Patche einzeln.
Eingabe:
EINSCHALTEN-PATCH:OPT,D,12;
Einschalten der optionalen Patche des ADP, die zum Activation-Flag 12 gehören.
EINSCHALTEN-PATCH:OPT,S,27&33&34;
Einschalten der optionalen Patche der SWU, die zu den Activation-Flags 27,33 und 34 gehören.
OpenScape 4000 V11, Band 1: AMO Beschreibungen, Servicedokumentation, Ausgabe 2
, ID:
P31003H31B0S107027620
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11/2025
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