153.1
Allgemeines zur Peripheren Statistk
1.
Es können die Steuertabellen der peripheren Statistik abgefragt und geändert werden.
2.
Der AMO PSTAT dient zum Abfragen und Rücksetzen bestimmter Zähler der DIUCAS-B der peripheren Statistik.
Mit einem Aufruf der peripheren Statistik reagiert die Fehleranalyse der LTG (FA-LTG) auf Fehlermeldungen, um Fehlerquellen zu eruieren, die das System in seiner Gesamtheit so stark beeinträchtigen, daß ein normaler Betrieb nicht mehr gewährleitet ist. Solche Fehler sind z.B. Hardware- oder Softwarefehler, die durch dauernde Fehlermeldungen, z.B. wiederholtes Auftreten von Leitungsalarmen usw., das System unnötigerweise belasten. Einheiten, die solche Fehler erzeugen, werden nach Statistiküberlauf eliminiert, indem sie hart außer Betrieb genommen werden.
Mit der statistischen Bewertung von Fehlern wird also erreicht, daß Fehlermeldungsfluten das System nicht unnötig belasten.
Die Statistikzähler werden nicht in andere Rechner quergemeldet bzw. auf Harddisk gespeichert. Bei allen Restarts mit Ausnahme von Softrestart Simplex gehen die statistischen Zählerinhalte verloren.
Die periphere Statistik wurde so konzipiert, daß sie innerhalb des gesamten Systems einsetzbar ist, jedoch wurde sie nur für die peripheren Anreize implementiert. Die Statistik ist als eigenständiges Programmpaket realisiert, welches innerhalb des Subsystems FA-LTG liegt und von diesem aufgerufen wird (TOOL der FA-LTG).
In der peripheren Statistik der Fehleranalyse werden je Element der Peripherie (Baugruppe, Satz, Endgerät) bis zu 4 Fehlerzähler geführt.
Die Aufgabe der Fehleranalyse der FA besteht darin, die statistische Erfassung (Zähler inkrementieren) durchzuführen, bei Überschreiten des Zählerlimits den Aufrufer (FA-LTG) zu informieren und eine zeitliche Steuerung und Überwachung der Statistikzähler durchzuführen. Die sicherheitstechnische Reaktion bei Überlauf obliegt ausschließlich der Fehleranalyse (FA-LTG).
Derzeit werden die Statistikzähler der Ebenen BOARD und CIR in folgender Weise verwendet:
COUNT1
sogenannte Pärchen von In- und Außerbetriebnahmemeldungen
COUNT2
Meldungen die sich als "Meldungsfluten" entpuppen können
COUNT3
Die Zähler 3 und 4 können Byte- oder Wortzähler sein:
COUNT4
Als Byte-Zähler zeigen sie ebenfalls Meldungsfluten an,
als Wort-Zähler (bei DIUS2, STMA, DIUC, DIUC64 und STMD2) dienen sie als Referenztakt-Zähler
Diese Fehlertypen werden in unterschiedlichen Zählern auf Baugruppen, Satz- und Endgerätebene individuell gezählt. Werden Schwellwerte überschritten, so nimmt die FA-LTG die entsprechenden Baugruppen, Sätze oder Endgeräte außer Betrieb. Dies wird mit STAT-OVERFLOW signalisiert.
Die statistischen Zähler werden in bestimmten Zeitabständen wieder dekrementiert.
Die Schwellwerte sind so hoch eingestellt, daß tatsächlich nur solche Elemente weggesperrt werden, die das System belasten würden.
Hinweis:
Auf Endgeräteebene werden vom PSTAT keine Daten bearbeitet.
OpenScape 4000 V11, Band 1: AMO Beschreibungen, Servicedokumentation, Ausgabe 2
, ID:
P31003H31B0S107027620
©
11/2025
Mitel Networks Corporation. - All rights reserved.
Mitel and the Mitel logo are trademarks of Mitel Networks Corporation. Unify and associated marks are trademarks of Unify Software and Solutions GmbH&Co. KG. All other trademarks herein are the property of their respective owners.