160.3.1
EXECUTE-REST
Es sind folgende Aktionen möglich:
a)
Bedingter Restart einer SWU-Unit
Diese Aktionen werden hinsichtlich ihrer Ausführungsmöglichkeiten überprüft.
1.
Soft Restart mit Umschalten (Soft Restart Duplex):
Zurücksetzen und Wiederanlauf (Hard Restart) der aktiven Steuerungshälfte, falls die Partner-Steuerungshälfte softrestartfähig (d.h. im Zustand STANDBY) ist, sonst Ausgabe einer Fehlermeldung. Die Partner-Steuerungshälfte wird durch einen Soft Restart in den Zustand AKTIV gebracht.
2.
Soft Restart ohne Umschalten (Soft Restart Simplex):
Zurücksetzen und Wiederanlauf der aktiven Steuerungshälfte, falls die Partner-Steuerungshälfte nicht vorhanden oder nicht softrestartfähig ist. Es wird überprüft, ob die aktive Steuerungshälfte softrestartfähig ist (FA-Zustand AKTIV).
Da beide Arten des Soft Restarts möglich sind, wird zwischen beiden Fällen nicht unterschieden. Jeder Soft Restart wird als SR Simplex behandelt. Es wird dann von der Sicherheitstechnik entschieden, welcher SR durchgeführt wird.
b)
Unbedingte Aktionen
Unbedingte Aktionen werden ohne vorherige Prüfung des dynamischen Modulzustands ausgeführt - allerdings nur, wenn das Modul in Betrieb (DC-Zustand READY) ist. Es obliegt dann der Sicherheitstechnik, welche Maßnahmen zu treffen sind.
1.
Unbedingtes Zurücksetzen und Wiederanlauf einer Steuerungshälfte:
Eine Steuerungshälfte wird zurückgesetzt und fährt Hard Restart.
2.
Wiederladen (Nur bei den ladbaren gedoppelten Ausfalleinheiten CC und LTG):
Unbedingtes Zurücksetzen, Neuladen von Code und statischen Daten, Wiederanlauf einer bestimmten CC oder LTG-Hälfte.
3.
System Restart:
Unbedingtes Zurücksetzen und Wiederanlauf aller Steuerungen im System (alle SWU-Steuerungen fahren einen Hard Restart, alle Server einen Soft Restart).
c)
Restart eines Servers
Der Restart eines Servers wird immer ausgeführt, wenn er in Betrieb ist. Mögliche Eskalationen werden vom SYSLOAD getätigt und entziehen sich der Kontrolle der Sicherheitstechnik (daher auch keine bedingten Aktionen). Der tatsächliche Restartlevel kann dem Protokoll der Sicherheitstechnik entnommen werden.
In einem Monoprozessorsystem kann ein Restart des Servers A1 nur durch den Restart der SWU angestoßen werden.
d)
System Reload:
Unbedingtes Zurücksetzen, Neuladen von Code und statischen Daten und Wiederanlauf aller Steuerungen im System. Als Ladequellgerät kann zwischen dem Standardgerät HD, dem Alternativgerät z.B. MO, oder :GLA: auf HD mit Rescue Software gewählt werden.
e)
Restart/Reload eines 80CMX-DSC Koprozessors
Auch der neue DSC Prozessorboard mit Motorola Koprozessor kann restartet werden. Der Parameter COPRO wird ignoriert, falls die Anlage keinen Koprozessor hat, oder wenn sowohl der Parameter PRSTATE als auch der Parameter COPRO eingegeben wird.
Hinweise
STANDBY bedeutet bei gedoppelten Steuerungshälften, daß die betreffende Steuerungshälfte nicht aktiv und softrestartfähig ist.
AKTIV bedeutet, daß die Steuerungseinheit hardwaremäßig in Ordnung und im Betrieb ist.
Prozedurübersicht
Kommandocode
Parameter
EXECUTE-REST
TYP=MODUL,MODUL=<param>,RSLEVEL=<param>
,[PRSTATE=<param>],[COPRO=<param>];
|TYP=SYSTEM
[,RSLEVEL=RESTART];
|[,RSLEVEL=RELOAD,[DEVICE=<param>]];
Beispiele
1.
Restart für eine LTG
Eingabe:
EXECUTE-REST:MODUL,GP1A,HARD;
Ausgabe:
H01:RESTART WIRD EINGELEITET
2.
Reload für eine LTG
Eingabe:
EXECUTE-REST:MODUL,GP13A,RELOAD;
Ausgabe:
F07:LTG IN ANLAGE NICHT MOEGLICH
3.
Falsches Kommando für Splitbetrieb
Eingabe:
EXECUTE-REST:MODUL,BP,HARD,STAL;
Ausgabe:
F09: DIE ANGABE DES PARAMETERS PRSTATE IST NUR BEI FOLGENDER WERTEKOMBINATION
ZULAESSIG: MODUL: BPA ODER BPB, RSLEVEL: HARD ODER RELOAD.
OpenScape 4000 V11, Band 1: AMO Beschreibungen, Servicedokumentation, Ausgabe 2
, ID:
P31003H31B0S107027620
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11/2025
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