199.2.3
Prüfaufträge
P1
Prüfen einer LTG-aktiv oder LTG-standby einschließlich der
Sprach-Highways zum CSN-aktiv.
Dieser Auftrag beinhaltet eine Kettung der Aufträge P3 (für die
Steuerung der aktiven Hälfte), P5 und P8 bis P11.
P2
Prüfen der Common Control-aktiv, oder -standby
P2.1
Firmware des Steuerungsbereiches prüfen
P2.1.1
Interface Processor (IP)-Abfrage
P2.1.2
Cross Channel (CCH)-Abfrage
P2.1.3
Abfrage aller Message Buffer Units (MBU)
P2.1.4
Abfrage aller Input Output Controller CC (IOCC)
P2.2
Data Processor (DP)-Baugruppe (=Base Processor) prüfen
P2.2.1
Hardwareüberwachungsschaltung für das Timeout des Multibus
auf der Data Processor-Baugruppe auslösen.
P2.2.2
Hardwareüberwachungsschaltung für den Watchdog-Zähler 0
auf der Data Processor-Baugruppe auslösen.
P2.2.3
Hardwareüberwachungsschaltung für den Watchdog-Zähler 1
auf der Data-Processor-Baugruppe auslösen.
P2.2.4
Ready-Leitung des Partner Data Processors abfragen
P2.3
Memory prüfen (Common Memory und Local Memory)
P2.3.1
Prüfen von Memory-Anteilen in CC-aktiv oder CC-standby
Es erfolgt eine Parity-Prüfung, die durch das Lesen aller Memory-Zellen auf
allen Memory-Baugruppen (MEM) vom Typ M8M MDP3DM, MDP486_DYN und MDP486_STA
erreicht wird.
Für die Memory-Baugruppen DPML, MDP386_8M und MIP wird ein READ-WRITE-Test
durchgeführt.
P2.3.2
1-Bit-Fehlerindikation auf allen Memory-Baugruppen (MEM) vom Typ M2M abfragen
P2.4
IEC-Bus zwischen den CCH-Baugruppen prüfen; gilt nur für CC standby
P3
Prüfen der Group Control einer LTG-aktiv oder LTG-standby
Der Prüfauftrag wird abgewiesen,falls die angegebene LTG
nicht eingerichtet oder nicht anwesend ist.
P3.1
Firmware des Steuerungsbereiches prüfen
P3.1.1
Abfrage des Input Output Controllers GP (IOCG)
P3.1.2
Data Communication Link (DCL)-Abfrage
P3.2
Data Processor (DP)-Baugruppe (=Group Processor) prüfen
P3.2.1
Hardwareüberwachungsschaltung für das Timeout des Multibus
auf der Data Processor-Baugruppe auslösen.
P3.2.2
Hardwareüberwachungsschaltung für den Watchdog-Zähler 0
auf der Data Processor-Baugruppe auslösen.
P3.2.3
Hardwareüberwachungsschaltung für den Watchdog-Zähler 1
auf der Data Processor-Baugruppe auslösen.
P3.3
Memory prüfen (Common Memory und Local Memory)
P3.3.1
Prüfen von Memory-Anteilen in einer LTG-aktiv oder LTG-standby
Der Prüfauftrag wird abgewiesen,falls die angegebene LTG nicht eingerichtet
oder nicht anwesend ist.
Es erfolgt eine Parity-Prüfung, die durch das Lesen aller Memory-Zellen auf
allen Memory-Baugruppen (MEM) vom Typ M8M MDP3DM, MDP486_DYN und MDP486_STA
erreicht wird.
Für die Memory-Baugruppen DPML, MDP386_8M und MIP wird ein READ-WRITE-Test
durchgeführt.
P3.3.2
1-Bit-Fehlerindikation auf allen Memory-Baugruppen (MEM) vom Typ M2M abfragen
P4
Prüfen einer bestimmten LTU in einer LTG
Der Prüfauftrag wird abgewiesen,falls die angegebene LTU nicht eingerichtet
oder nicht anwesend ist.
In SP390/SP391 wird der Prüfauftrag außerdem abgewiesen,falls die angegebene
LTG nicht eingerichtet oder nicht anwesend ist.
P4.1
Bestimmte LTUC-Baugruppe prüfen
P4.1.1
Mikroprozessor der bestimmten LTUC-Baugruppe abfragen
P4.1.2
Jeweils einen freien Timeslot auf allen Highways zu der bestimmten LTUC prüfen
Es wird ein Timeslot ausgewählt, der im Zustand Ready und ohne Belegung ist.
P4.2
Alle Baugruppen (ohne LTUC) der bestimmten LTU prüfen
Dieser Auftrag führt in der RTO zum mehrfachen Aufruf des Auftrages P6.
Zum Unterschied gegenüber Auftrag P6 wird hier nur dann eine "bestimmte
Baugruppene" geprüft, wenn sie den BG-Zustand Ready besitzt.
P5
Prüfen des Board Highways auf einem LTU shelf
P6
Bestimmte Satzbaugruppe oder SIU-Peripher-Baugruppe prüfen
Alle Aufträge betreffen Baugruppen in einer LTU.
Die beiden Baugruppen einer Service Unit (SU) zählen nicht dazu, obwohl sie
mit der LTU-Nummer 5 adressiert werden.
P6.1
Bestimmte Satzbaugruppe prüfen
Der Auftrag wird erteilt, wenn die Baugruppe
• im kundenspezifischen Ausbau vorgesehen ist.
• als anwesend erkannt wurde.
• in einem dafür vorgesehenen Einbauplatz steckt.
• nicht gesperrt ist durch eine gesperrte hierarchisch übergeordnete
P6.1.1
Mikroprozessor der Satzbaugruppe abfragen
P6.1.2
Alle Sätze dieser Satzbaugruppe prüfen
Ein Satz wird dann geprüft, wenn eine der folgenden Aussagen zutrifft:
• Der Satz ist ready und ohne Belegung.
• Der Satz befindet sich im Zustand "Leitungsalarm" weil z.B.
der Leitungsanschluß fehlt oder defekt ist.
• Das direkt oder über CTE angeschlossene Endgerät ist defekt
bzw. manuell gesperrt.
• Kein Endgerät ist direkt oder über CTE angeschlossen.
• Der Satz ist defekt oder manuell gesperrt.
• Die Baugruppe ist manuell gesperrt.
P6.2
Bestimmte Baugruppe SIU-Peripher prüfen
Der Auftrag wird erteilt, wenn die Baugruppe
• im kundenspezifischen Ausbau vorgesehen ist,
• als anwesend erkannt wurde,
• in einem dafür vorgesehenen Einbauplatz steckt,
• nicht gesperrt ist durch eine gesperrte hierarchisch übergeordnete
HW-Einheit, d.h. wenn die LTU nicht defekt oder manuell gesperrt ist.
P6.2.1
Mikroprozessor der bestimmmten Baugruppe SIU-Peripher abfragen
P6.2.2
Alle Codesender auf alle Codeempfänger der bestimmten Baugruppe
SIU-Peripher spiegeln.
Es werden nur Code-Sender und Code-Empfänger geprüft, die ready
und ohne Belegung sind.
P7
Prüfen eines Satzes
P7.1
Prüfung von SLMR / SLMR24 :
Die möglichen Schleifen sind:
- interne Schleife für den Sprachteil (SLMRV)
- interne Schleife für den Datenteil (SLMRD)
Prüfung von TMD24, T1DN, TMDN :
Die Prüfung ist auf Satz 1 für beide Baugruppen moeglich.
Für jeden anderen Satz wird die Prüfung abgewiesen.
Die möglichen Schleifen sind:
TMD24
- interne lokale Schleife (ILOC)
- interne Remote Schleife aktivieren (IDC)
diese Schleife wird nur zusammen mit EDC verwendet.
- interne Remote Schleife deaktivieren (IDL)
diese Schleife wird nur zusammen mit EDC verwendet.
- externe Remote Schleife (EDC)
Diese Prüfung muß in mehreren Schritten durchgeführt werden.
a) die Sätze von lokaler und Remote- Baugruppe müssen mit
AMO-
DSSU
ausgeschaltet werden.
b) auf der Remote T1-Baugruppe muß die interne Remote Schleife
mit SCHLEIFE = IDC aktiviert werden.
c) Prüfung der EDC (externe Remote Schleife) kann nun auf der
lokalen T1-Baugruppe durchgeführt werden.
d) nach der Ausgabe der Prüfergebnisse wird die interne Remote Schleife
auf der Remote Baugruppe mit SCHLEIFE = IDL entfernt.
TMDN / SLMN-T1 :
- interne lokale Schleife (ILOC)
- interne Remote Schleife aktivieren (IDC)
diese Schleife wird nur zusammen mit EDC verwendet.
- interne Remote Schleife deaktivieren (IDL)
diese Schleife wird nur zusammen mit EDC verwendet.
- externe Remote Schleife (EDC)
Diese Prüfung muß in mehreren Schritten durchgeführt werden.
a) die Sätze von lokaler und Remote- Baugruppe müssen mit
AMO-
DSSU
ausgeschaltet werden.
b) auf der Remote T1-Baugruppe muß die interne Remote Schleife
mit SCHLEIFE = IDC aktiviert werden.
c) Prüfung der EDC (externe Remote Schleife) kann nun auf der
lokalen T1-Baugruppe durchgeführt werden.
d) nach der Ausgabe der Prüfergebnisse wird die interne Remote Schleife
auf der Remote Baugruppe mit SCHLEIFE = IDL entfernt.
- interne remote Payload Schleife aktivieren (IPON)
- interne remote Payload Schleife deaktivieren (IPOFF)
T1DN
- interne lokale Schleife (ILOC)
- interne Remote Schleife aktivieren (IDC), diese Schleife wird nur
zusammen mit EDC verwendet.
- interne Remote Schleife deaktivieren (IDL), diese Schleife wird nur
diese Schleife wird nur zusammen mit EDC verwendet.
- externe Remote Schleife (EDC) gleicher Vorgang wie bei TMD24.
- interne digitale Schleife (SMIDIG)
- interne analoge Schleife (SMIANA)
Prüfung von RLI
Die mögliche Schleife ist:
- Datenkanalschleife (RLITDM)
(eine Sprachkanalschleife ist hier nicht möglich, siehe ’Hinweise’)
STMA-TFA / STMA-PSW
- Schleife 1
Prüfung von anderen Baugruppen
Die Prüfschleifen sind intern durch die Prüfroutinen festgelegt.
P8
Prüfen eines Satzes (wie bei P7), jedoch können Highway und Timeslot, über den die Prüfung erfolgt, vorgewählt werden (dadurch können Halbwege freigegeben werden)
P9
Prüfen der Standard-SIU in einer LTG-aktiv
P9.1
Mikroprozessor der Standard-SIU abfragen
P9.2
Beliebigen Testsender auf den zugehörigen Testempfänger spiegeln;
beide befinden sich auf der Standard-SIU.
Es werden ein Sender und ein Empfänger im Zustand Ready und ohne
Belegung ausgewählt.
P9.3
Externen Wählton auf einen beliebigen Timeslot eines beliebigen
Hörzeichen-Empfängers spiegeln; beide sind auf der Standard-SIU.
Es wird ein Timeslot ausgewählt, der im Zustand Ready und ohne Belegung ist.
P9.4
Getaktete Töne (Besetzton und interner Wählton) auf einen beliebigen Timeslot
eines beliebigen Hörzeichen-Empfängers spiegeln; beide sind auf der
Standard-SIU.
Es wird ein Timeslot ausgewählt, der im Zustand Ready und ohne Belegung ist.
P9.5
Beliebigen Codesender einer SIU-Peripher (SIU-Typ2) einer beliebigen LTU auf
alle Codeempfänger der Standard-SIU spiegeln. Es werden ein Sender und ein Empfänger im Zustand ’Ready’ und ohne Belegung ausgewählt.
P10
Prüfen der Konferenz-BG in einer LTG-aktiv (nicht möglich auf 80CMX-LC)
P10.1
Mikroprozessor der Konferenz-Baugruppe abfragen
P11
Prüfen aller Timeslots auf allen Sprach-Highways zwischen einer
LTU und dem GSN in einer LTG-aktiv (nicht möglich auf einer 80CMX-LC).
Die Prüfung erfolgt für alle Timeslots, die im Zustand Ready
und ohne Belegung sind.
P12
Prüfen eines Cornet-T Endgerätes (RNR, DIENST und TESTART=SELFTEST),
einer ganzen Workstation (RNR und TESTART=SELFTEST),
eines Rolmphone Selbstest (RNR und DIENST=SPR und TESTART=SELFTEST)
eines DCM Selbstest (RNR, DIENST=DEE und TESTART=SELFTEST),
eines DCM Schleifentest (RNR, DIENST=DEE, TESTART=SCHLEIFE),
eines Optiset-Selbstest (RNR, DIENST=SPR und TESTART=SELFTEST),
eines Optiset-Schleifentest (RNR, DIENST=SPR, TESTART=SCHLEIFE),
eines Check-Alive-Tests bei einem Optiset-Endgeraet (RNR, DIENST=SPR,
TESTART=CHKALIV),
oder eines Speisereichweiten-Tests bei einem Optiset-Endgeraet (RNR,
DIENST=SPR, TESTART=CHKALIV).
Prüfen aller Endgeräte eines S0-Busses mit Schleife 4 (OBJEKT=ALLE),
Prüfen eines Endgeräts (OBJEKT=EINZELN):
Prüfen eines PNTs o. NTs an einer SLMU (SCHLEIFE=2, keine TSI,
TESTART=SCHLEIFE),
eines Cornet-T Endgerätes (SCHLEIFE=4, TSI, TESTART=SCHLEIFE),
aller Endgeräte eines S0-Busses (OBJEKT=ALLE)
(mit Schleife 4),
einer ganzen Workstation (keine TSI und TESTART=SELFTEST),
eines Rolmphone Selbstest (TSI=1 und TESTART=SELFTEST),
eines DCM Selbstest (TSI=2 und TESTART=SELFTEST),
eines DCM Schleifentest (TSI=2, TESTART=SCHLEIFE),
eines Optiset-Selbstest (TSI=1,2 und TESTART=SELFTEST),
eines Optiset-Schleifentest (TSI=1,2 und TESTART=SCHLEIFE),
eines Check-Alive-Tests bei einem Optiset-Endgeraet (TSI=1 oder 2,
TESTART=CHKALIV),
oder eines Speisereichweiten-Tests bei einem Optiset-Endgeraet (TESTART=
CHKALIV).
P14
Prüfen einer bestimmten PCM-Strecke
P16
Einschalten einer speziellen Schleife für Jittermessungen auf den Baugruppen DIUS2, DIUS7 or SLMN-E1.
P17
Prüfen der Verbindung zwischen WAML-Baugruppe und ADP
P18
Leitungsprüfung bei SLMA-Baugruppen
- Prüfschleife für ein Endgerät im Zustand ’aufgelegt’ (ONHHOOK)
- Prüfschleife für ein Endgerät im Zustand ’abgehoben’ (OFFHOOK)
P19
Prüfen des Modems für IPDA Survivability Verbindungen
P20
Prüfen des IPDA Survivability Pfades
P21
Prüfen der Baugruppe am LTUCC Board welche für Central Byte Manipulation verwendet wird
OpenScape 4000 V11, Band 1: AMO Beschreibungen, Servicedokumentation, Ausgabe 2
, ID:
P31003H31B0S107027620
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11/2025
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