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Validierungsdaten eines Alarms
Die charakteristischen Daten eines Alarms sind SCHWELLWERT1, SCHWELLWERT2, ZEIT1, ZEIT2, ZEIT , PRIORITAET und HWCONT (Alarm-Kontakt).
Es gibt folgende drei Alarmstufen : Dringender Alarm, nicht dringender Alarm und Device Alarm. Jede Alarmstufe wird durch ihre Validierungsdaten charakterisiert.
Die Validierungsdaten des nicht dringenden Alarms sind SCHWELLWERT1 und ZEIT1 (Validierungszeit), die des dringenden Alarms SCHWELLWERT2 und ZEIT2. Der Alarm wird ausgelöst, wenn der dem Alarm zugeordnete Fehlerzähler den Schwellwert während der Validierungszeit ununterbrochen erreicht oder überschritten hat. Dadurch wird verhindert, dass ’sporadische’ Fehler angezeigt werden. Umgekehrt wird der Alarm erst dann zurückgenommen, wenn der betreffende Schwellwert während der Validierungszeit unterschritten bleibt. Die Schwellwerte des zentralen Alarms sind absolute Werte, die Schwellwerte der peripheren oder logischen Alarme hingegen werden als Teil der Gesamtzahl der überwachten Einheiten in Prozent angegeben. Dringender und nicht dringender Alarm unterscheiden sich nur dadurch, dass SCHWELLWERT2 grösser als SCHWELLWERT1 sein muss. Der dringende oder nichtdringende Alarm lässt sich dadurch deaktivieren, dass der Schwellwert auf 65535 gesetzt wird (durch Aufruf von AENDERN-VADSU) oder mittels DEAKTIVIEREN-VADSU.
Bei den meisten Alarmen existiert als weitere Alarmstufe noch der Device Alarm (Single Device Alarm). Der Device Alarm soll defekte Einheiten unterhalb der Schwellen von dringendem / nicht dringendem Alarm angezeigen. Zwischen Device Alarm und dringendem / nicht dringendem Alarm gibt es folgende zwei Unterschiede : Der Schwellwert des Device Alarm ist immer gleich einer Einheit und seine Validierungszeit (ZEIT) kann viel grösser gewählt werden (255 Stunden statt 65535 Sekunden). Der Device Alarm wird also ausgelöst, wenn mindestens eine defekte Einheit über einen längeren Zeitraum existiert. Der Device Alarm wird deaktiviert, indem seine Validierungszeit auf 0 gesetzt wird (nur durch Aufruf von AENDERN-VADSU).
Um nicht-relevante Alarmmeldungen zu unterdrücken, wurde die Alarmpriorität eingeführt. Mit dem AMO-
SIGNL
lässt sich die Mindestpriorität einstellen, ab der Alarmmeldungen von der SIT weitergeleitet werden. Die PRIORITAET jedes Alarms kann mit Hilfe des AMO-VADSU geändert werden. Sie wird auf 0 (niedrigste Priorität) voreingestellt.
Alarme können auch auf LEDs angezeigt weden. Die Zuordnung Alarme / LEDs lässt sich über den Parameter ’HWCONT’ steuern. Normalerweise ist bei allen Alarmen HWCONT = SU, d.h., ist mindestens ein nicht dringender Alarm aktiv, leuchten die LEDs ’P2’ auf IOP und ’NAL’ auf DP und analog bei einem dringenden Alarm die LEDs ’C3’ auf IOP und ’UAL’ auf DP (Summenalarm). Wenn bei einem oder mehreren Alarmen HWCONT auf S1 gesetzt wird, leuchten ’P2’ und NAL nur noch, wenn dieser oder diese Alarme aktiv sind. Analog gilt : Ist bei einem oder mehreren Alarmen HWCONT auf S2 gesetzt, leuchten die LEDs ’C3’ und ’UAL’ nur noch wenn dieser oder diese Alarm aktiv sind.
OpenScape 4000 V11, Band 1: AMO Beschreibungen, Servicedokumentation, Ausgabe 2
, ID:
P31003H31B0S107027620
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11/2025
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