196.4.2.3
FLAGTRACER
Der FlagTracer bietet die Möglichkeit, eine Verbindung netzweit in CP und PP zu tracen.
Defaultmäßig ist der FlagTracer aktiviert und Standard-Selektionen sind gesetzt.
Die FlagTracer Meldungen werden in einen eigenen Trace - Buffer eingetragen. Jedesmal wenn der Buffer voll ist, wird er in die FlagTracer Datei geschrieben. Bei einer Duplexanlage gibt für jeden Prozessor eine eigene Datei.
Die Aufzeichnung der Meldungen kann auf zwei Arten erfolgen:
Dynamisches Flagtracen mittels Kennzahlpunkt (KZP) Wahl
Ein Teilnehmer (alle Systemendgeräte) kann durch Vorwahl einer Kennzahl den Flagtrace aktivieren, d. h. die Meldungen an den Tracepunkten der VT werden vom Tracer erfasst und stehen zur Auswertung zur Verfügung.
Für dynamisches Flagtracen kann für die jeweilige HICOM der Kennzahlpunkt für den Flagtrace mittels AMO-
WABE
eingerichtet werden.
EINR-
WABE
:*63,,,FLTRACE;
Wird vom Teilnehmer A der Teilnehmer B gerufen und vorher noch die Flagtrace-Kennzahl gewählt, so werden nun alle Meldungen von A ausgehend durch Flagtracen aufgezeichnet. Die Tracedaten können mit den Tracer-Displaykommandos (DA, DB, DF, DL oder DN) ausgegeben werden. Hier werden durch Angabe des Typ FLAGTR nur die Meldungen des Flagtracepunktes herausgefiltert.
Hinweis: Bei Angabe des Typs VT, SW oder MELD (Defaultwert), werden die Meldungen des FlagTracers nicht ausgegeben.
Flagtracen eines statisch markierten Teilnehmers (FLAGTR)
Ein Endgerät kann durch den AMO TRACS markiert werden. Jede abgehende Grundverbindung welche von diesem Endgerät startet wird dann so behandelt, als wäre die Kennzahl Flagtrace vom Teilnehmer gewählt worden.
Setzen des Traceflags im statischen Gerätespeicher:
FLAGTR,ADD,STNO,34567,VCE;
Bei jedem Verbindungsaufbau wird nun das Traceflag in den dynamischen Gerätespeicher übertragen und auch an die Gesprächsteilnehmer weitergereicht. Das Tracen des Teilnehmers wird erst wieder durch das Kommando
FLAGTR,DEL,STNO,34567,VCE;
beendet.
FlagTracer-Sperre (FLAGTR)
Das Flagtracen einer Verbindung wird also vom Benutzer aktiviert und muß nicht extra mit EIN oder AUS ein- bzw. ausgeschaltet werden.
Der Flagtrace ist bei allen Anlagen defaultmäßig aktiv. Dieses Leistungsmerkmal kann bei Bedarf mit AMO-TRACS ausgeschalten werden (Setzen der FlagTracer-Sperre).
FLAGTR,AUS;
Das Aufheben der Flagtracer-Sperre ist durch eines der folgenden Tracerkommandos möglich:
FLAGTR,EIN;
RES,FLAGTR;
Mit der FlagTracer-Sperre wird nur das Aufzeichnen der Meldungen im Tracebuffer unterbunden, die CP-Advisory Meldungen werden noch weiterhin am Betriebsterminal ausgegeben. Um für Teilnehmer die mit dem Traceflag markiert sind, auch die Ausgabe von CP-Advisory Meldungen zu beenden, muß man das Traceflag löschen:
FLAGTR,DEL,STNO,34567,VCE;
Mit dem AMO-
WABE
kann das Aktivieren von Flagtracen einer Verbindung durch Wahl eines Kennzahlpunktes für die jeweilige HICOM wieder deaktiviert werden.
LOESCHEN-
WABE
:RNR,*63,,,FLTRACE;
Die FlagTracer-Sperre wird auch beim Eintreffen des Stopall-Tracepunkts gesetzt, falls
FLAGTR,STOPALL selektiert wurde.
Sichern der FlagTracer-Datei
Die vollen Buffer des FlagTracers werden immer in die gleiche Datei geschrieben. Der Dateiname (:AMD:ACTF/FT/A oder B) kann nicht geändert werden. Die FlagTrace-Datei darf nicht gelöscht werden.
Durch das Kommando
FLAGTR, FILE, <MAXBLOCK>, <Dateiname> wird die Größe (<MAXBLOCK>) der FlagTracer-Datei verändert. Zusätzlich wird sie unter einem anderen Namen (<Dateiname>) gesichert.
Mit diesem Kommando wird die FlagTracer-Datei gelöscht und eine neue (leere) Datei erstellt.
Um die Daten der FlagTracer-Datei zu sichern ohne die Daten in der FlagTracer-Datei zu löschen verwenden sie bitte den AMO
COPY
.
OpenScape 4000 V10, Band 1: AMO Beschreibungen, Servicedokumentation, Ausgabe 12
, ID:
P31003H31A0S107120020
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